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- Geschrieben von Jürgen Kronz
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Ein Schatten aus dem Nichts, gefolgt von einem Rumms, der durch Mark und Bein ging! Ein kurzer, aber intensiver und lange nachhallender Schreckmoment!
Der Mann hatte nur kurz etwas am Büdchen an der Straße kaufen wollen. Seinen Hund hatte er - wie gewohnt - an der losen Flexileine. Niemand weiß, warum der Hund plötzlich losrannte, aber er rannte direkt und ungebremst vors Auto. Keine Chance zu reagieren. Innerhalb von 2 Sekunden war das Unglück geschehen.
Völlig losgelöst
... von ihren Menschen sehe ich immer wieder Hunde an oder in direkter Nähe zur Straße laufen. Manchmal laufen sie ohne Leine dicht bei ihren Menschen. Das vermittelt immerhin den Eindruck, dass sie ‘unter Kontrolle‘ wären. Häufig aber laufen sie so weit von ihren Menschen entfernt, dass man erst nach einigem Hin- und Hergucken den vermutlich zu diesem Hund gehörigen Menschen entdeckt. Häufig laufen sie an der Flexileine, ohne dass der Mensch darauf achtet, wie viel Leine der Hund gerade hat und dass er mit dieser Leinenlänge auch ruckzuck auf der Straße ist. Die Flexibilität dieser Leinen ist oft Segen und Fluch in einem!
Natürlich ist es toll,
... wenn der Hund ohne Leine völlig frei herumlaufen kann, sofern die Umgebung passt und sofern der Hund zuverlässig abrufbar ist.
An einer Straße – egal, ob mitten in der City oder entlang einer größeren Durchgangsstraße – gehört ein Hund jedoch aus meiner Sicht an die (kurze) Leine - und zwar immer!
Warum?
- Weil Hunde keine Roboter sind, die man einfach an- und wieder abstellen kann
- Weil Hunde, egal wie gut erzogen, immer mal ‘Aussetzer‘ haben können und dann allem Training zum Trotze auf die Straße laufen - und seien es nur 1-2 Ausfallschritte
- Weil Hunde – wie auch Kinder – sich in vielen Situationen einfach der Gefahren nicht bewusst sind, die solch eine Straße mit sich bringt
- Weil man als passierender Verkehrsteilnehmer bitte davon ausgehen dürfen sollte, dass Hunde nicht einfach so plötzlich auf der Fahrbahn rumlaufen.
... sieht allerdings oft anders aus:
- Da laufen gerade noch innig mit ihrem Menschen verbunden scheinende Hunde aus heiterem Himmel auf oder über die Straße, weil sie drüben plötzlich ihren besten Kumpel, die heiße Hündin von nebenan, den Todfeind oder eine potentielle Beute entdecken
- Da gehen Hunde mal kurz auf Entdeckungsreise, weil ihre Menschen gerade anderweitig beschäftigt sind (Mobile, Kinder, Nachbarstratsch, …)
- Da erschrecken sich Hunde vor was auch immer und laufen einfach panisch los.
Zurück zum Rumms
Der Mann wähnte sich an jenem Morgen in trügerischer Sicherheit. Als er seinen Hund vor dem Auto liegen sah, kam natürlich auch der obligatorische Spruch 'Das hat der noch niiieee gemacht!'.
Der kleine Hund hatte Glück im Unglück. Ein gebrochenes Bein und ein paar Prellungen waren alles, was er unmittelbar an Schaden davontrug. Wir haben uns natürlich noch eine Zeitlang nach dem Heilungsverlauf erkundigt. Das hat den Mann sehr gefreut, denn der Schreck bei ihm und die Sorge um seinen Hund saßen tief.
Er hat uns nie einen Vorwurf gemacht, denn ihm war klar, dass vor allem er seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hatte. Das hat uns ein wenig geholfen, den Vorfall zu verarbeiten, aber der Schreck hallt bis heute noch nach.
Ich wünsche allen da draußen, dass ihr Hund nie in einen Verkehrsunfall verwickelt wird und dass sie nie die Erfahrung machen müssen, ein anderes Lebewesen mit dem eigenen Wagen zu verletzen oder gar mehr.
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- Geschrieben von Jürgen Kronz
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... wird in der Öffentlichkeit leider oft nicht ernst genommen. Das kann auf Dauer zu wirklich unangenehmen Nebenwirkungen führen, bis hin zu aggressivem Verhalten. Speziell dann, wenn Menschen in bester Absicht und ungeachtet aller unmissverständlicher Körpersprache dem Hund ungefragt zu nahe kommen.
Häufig sieht das dann so aus, wie hier von 'Sukiko Harakiri' skizziert, die ihr Leben mit einem ängstlichen Hund teilt:
Können Sie sich noch an Ihre Kindheitstage erinnern? Fühlen Sie auch noch die vielen gut gemeinten Handtätscheleien auf Ihrem Kopf, das ungefragte 'in den Arm nehmen' und 'Lass' dich mal drücken!'.
Recht zweifelhafte Erinnerungen sind das, oder? Wir Menschen lernen dabei schon als Kleinkinder
- dass alles Drehen und Winden nicht hilft und wir uns besser in unser Schicksal fügen, damit es schnell vorbei ist
- dass solch unverschämtes Verhalten entgegen dem eigenen Empfinden wohl normal sein muss, weil es doch sonst nicht geschähe.
Wie aber soll ein Hund spontan auf solche 'Übergriffe' reagieren?
Nimmt er sie überhaupt so wahr? Ja, das tut er! So wie alle normalen Lebewesen möchte auch er seine Individualdistanz geachtet und beachtet wissen.
Wenn Sie Glück haben, wird er mit aller Macht versuchen sich der dreisten Kontaktaufnahme zu entziehen. DAS sollten Sie dann bitte unbedingt respektieren! Lassen Sie den Hund einfach in Ruhe, gucken Sie ihn nicht direkt an und gehen Sie einfach wieder einen Schritt zurück. Das macht die Situation für alle Beteiligten gleich deutlich angenehmer.
Wenn Sie dies nicht tun und Pech haben, wird er sehr deutlich zeigen, dass er keine Kontaktaufnahme wünscht. Er wird knurren, die Lefzen hochziehen ... und Sie - wenn sie trotz all dieser Drohungen immer noch näher an ihn herangehen - evtl. attackieren. DAS ist sein gutes Recht, und es ist dann Ihre eigene Schuld, denn Sie haben ihn zuerst attackiert. Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen! Respektieren Sie die Individualdistanz der Menschen und Tiere um Sie herum. Es macht das Leben so viel angenehmer!
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... sind bekanntlich alle Katzen grau - und nicht nur die! Seit Jahr und Tag ärgere ich mich über Radfahrer und sonstige Genossen, die in der Dämmerung oder gar in völliger Dunkelheit in ebensolcher Kleidung und unbeleuchtet unterwegs sind.
Ein Schlüsselerlebnis hatte ich vor einigen Jahren.
Ich war im Winter gegen 07.00 Uhr mit meinen drei Hunden auf einem kombinierten Rad-/Fußweg unterwegs. Es war stockfinster. Zwar trugen die Hunde Reflektorhalsbänder und ich auch eine recht helle Jacke, aber das nützte uns nichts.
Der Radfahrer hinter uns war ohne Licht unterwegs.
Somit war er für mich unsichtbar ... und ohne Fahrradleuchte keine Reflektionen ...
Das Ergebnis war, dass er von hinten aus dem Nichts in uns hineinrauschte. Das Rad flog beinahe über die Hunde und er stürzte von selbigem.
Ich war geschockt.
Gleichzeitig registrierte ich, dass entgegen meiner Erwartung keiner der Hunde trotz des Schreckens angesichts dieses Überfalls von hinten den Radfahrer wütend anbellte oder gar zu beissen versuchte. Auch schien sich keiner bei der Aktion verletzt zu haben. Erleichterung machte sich breit.
Aber da brüllte mich der Radfahrer an, was ich denn mit diesen Hunden auf dem Weg verloren hätte ... !!! Hallo!?!???
Glücklicherweise saß er ebenso schnell wieder auf dem Rad und strampelte - natürlich immer noch ohne Licht! - von dannen.
Glücklicherweise war auch tatsächlich niemand von uns zu Schaden gekommen.
Seither bin ich im Dunkeln bzw. in der Dämmerung grundsätzlich immer mit einer weit leuchtenden und somit deutlich sichtbaren Kopfleuchte unterwegs und trage möglichst Jacken mit viel Reflektionsfläche. Damit mag ich zwar manchmal wie eine Marsfrau aussehen, aber das ist eben der besondere Chic! :-)
Meine Hunde wurden mit Leuchtringen ausgestattet.
Die scheinen sogar im langen, dichten Winterfell noch gut durch und sind weithin sichtbar. Wer uns jetzt im Dunkeln nicht sieht, der sieht auch sonst nichts. ;-)
Außerdem kann ich dank der Kopfleuchte auch meine Umgebung besser erkennen und kann somit früher ausweichen, wenn ich z.B. einen 'Lieblingsfeind', ein Kaninchen beim Nachthoppeln o.ä. erspähe ...
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